KGV “Dahlie” e.V.
Geschichte …
Gegen      Ende      des      19.Jahrhunderts      entstanden      in      Erfurt      zahlreiche Industrieanlagen,    für    die   Arbeitskräfte    gebraucht    wurden.    Diese   Arbeitskräfte kamen    vorwiegend    aus    den    umliegenden    Dörfern    und    Kleinstädten    und    sie wollten    in    Erfurt    nicht    nur    arbeiten,    sondern    auch    wohnen.    Somit    entstand zusätzlicher   Bedarf   an   Wohnraum   und   es   kam   zu   einem   regelrechten   Bauboom. Ganze Straßenzüge entstanden neu, für die tausende Tonnen Kies benötigt wurden. Diese   Entwicklung   nutzte   um   1880   die   damals   noch   kleine   und   mit   Pferdefuhrwerken   arbeitende Transportfirma    Gottfried    Rothe.    Sie    kaufte    rechts    neben    der    heu tigen    Friedrich-Engels-Straße, damals   noch   Seydlitzstraße      größere   Geländestücke   auf   und   errichtete   die   ersten   Kiesgruben   auf dem Gebiet der heutigen Gartenanlage „Reseda“. Die   ausgehobenen   Kiesgruben   verfüllte   die   Firma   Rothe   dann   mit   städtischem Abfall,    der    zu    90%    aus    Kohle-    und    Holzasche    bestand.    Eine    zusätzliche Einnahmequelle   bildete   der   Abtrans-port   der   Erde,   die   für   den   Kellerbau   der neuen   Wohnhäuser   im   damaligen   Feldherrenviertel   ausgehoben   wurde.   Diese kippte   das   nunmehr   als   Bau   und   Transport-firma   Rothe   bekannte   Unternehmen, auf    die    entstandenen,    riesigen   Ascheflächen    und    planierte    sie    anschließend    zum   Anlegen    von Schrebergärten.
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